Ortsnamen sind in der Regel zusammengesetzte Wörter, die aus einem Grundwort mit vorangestellten Bestimmungswort bestehen. Das Grundwort wird das Bestimmungswort, das die Lage, die Umgebung, einen Personennamen oder andere Merkmale bezeichnet, näher umschreibt. Die heute gebräuchlichen Ortsnamen sind allerdings vielfach verändert. Zur Deutung des Ortsnamens wird deshalb die älteste bekannte Schreibweise herangezogen. Unsere älteste Erwähnung von Beerfelde stammt aus dem Jahre 1285. Das Problem besteht darin, dass die Urkunde, in der, der Name Berenvelde erstmalig auftaucht in lateinischer Sprache abgefasst wurde und die Schreiber Mönche oder Hofbeamte des Königs die slawischen Ortsnamen latinisierten. Sie verfuhren dabei entweder nach Regeln, die wir nicht kennen, oder aber nach Gutdünken. Hinzu kommt, dass Ortsnamen sich über die Jahrhunderte verändert haben und wir nicht wissen welcher gerade vor rund 750 Jahren in Gebrauch war. So schrieb man den Ortsnamen:

 
1354 Bärenfelde oder Beruelde 1405 Bernfelde oder Berinfelde und ab 1624 Beerfelde.
 
Aus dem Brandenburgischen Namensbuch ("Die Ortsnamen des Landes Lebus") entnahmen wir * Ber(e)nvelde ist eine slawische und mittelniederdeutsche Grundform. Das Bestimmungswort ist mehrdeutig. Es kann mündlich ber(e), bare' Bär, aber auch bere' Beere' oder bere' Eber, vorliegen. Weniger wahrscheinlich ist, dass ein Personenvorname zugrunde liegt. Als Grundwort fungiert mündlich velt' freies, offenes Feld, Wiese, Weide, Land, Gelände'. Beerfelde war offenbar eine Gründung der Familie von Beerfelde, die im 15.Jarhundert in Reichenberg bei Radebeul saß und genau das gleiche Wappen führte. Nachgewiesen wurde das der Sitz der Familie von Bernfelde im Dorf Beerfelde gewesen war, aber ob diese vielleicht ihren Namen davon hat, oder umgekehrt konnte nicht belegt werden.

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