Bereits 1180 erschienen die ersten Mönche in der Mark Brandenburg.
Im 12. und 13.Jahrhundert galt die wichtigste "Wissenschaft" die Theologie, die Lehre von der Religion. Religion galt als Staatsangelegenheit. Bischöfe, Geistliche und Mönche predigten dem Volk Gehorsam gegenüber dem Kaiser und den von ihm eingesetzten Behörden. Von besonderer Bedeutung für die Germanisierung der Mark sich auch die Klöster gewesen.
Die Mönche haben den heidnischen Wenden nicht nur das Christentum gepredigt, sie haben ihnen auch die Segnungen desselben vor Augen geführt, in dem sie ihnen zeigten, wie man durch Gebet und Arbeit zu einem besseren Dasein gelangen. Sie rodeten Wälder und Heiden, trockneten Sümpfe, Brüche aus und schufen daraus fruchtbringende Äcker und Wiesen.
Zur Begründung des Klosters schenkte der Markgraf das Land. Waren die Bauten fertiggestellt und die sonstigen Vorbereitungen für den Fortbestand des Klosters gesichert, so sandte das Mutterkloster Abt, Mönche und Laienbrüder dahin. Stieg die Anzahl der Mönche in dem neuen Kloster auf 60, so konnte es wieder ein anderes gründen. Eines der ältesten Niederlassungen in der Mark ist das Kloster Lehnin (1183).
Die Mönche zeigten sich als begabte Bienen- und Schafzüchter, gute Käsemacher und erfolgreiche Bierbrauer. Sie brachten auch neuartige Kräuter, Blumen- und Obstsorten hervor mit bzw. hervor.
Von dem Kloster Kagel, einem Tochterkloster von Zinna, arbeiteten seit 1230 die Zisterzienser im Nordwesten von Fürstenwalde (erste Gewinnung des Kalkes in Rüdersdorf), es entstanden die Dörfer Kienbaum und Mönchwinkel. Auch die heimischen Klöster der Franziskaner in Müncheberg (gegründet von Albrecht I.) und Frankfurt (1270) werden ihren fruchtbringenden Einfluss geltend gemacht haben.
So finden wir im 13.Jahrhundert Nachweise über Tempelorden in Tempelberg und Zisterzienser Nonnen in Buchholz.
Aber das Land blieb im allgemeinen noch tot, denn der Handelsverkehr von Elbe und Havel nach dem östlich gelegenen Polen blieb noch längere Zeit mäßig.

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