Einige Ausschnitte der damaligen Zeit vermitteln uns die Ergebnisse in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges.
Im Taschenlexikon "Brandenburgs Kurfürsten- Preußens Könige", von Edition Rieger, können wir folgende Zeilen von Barbara Beuys auf Seite 27 lesen: "Damals sprach niemand von jenem zerrissenen Land, in dem alle Soldaten hausten, die der Dreißigjährige Krieg zu bieten hatte. Damals war der Junge Mann, der in Brandenburg - Preußen an die Regierung kam, fast ein Fürst ohne Land ....". Bei dieser Aussage handelt es sich um den Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm in seiner Regierungszeit in den Jahren 1640-1688.
Um einen großen Kometen geht es in der Chronik von Fürstenwalde, der am 18. November 1618 gesehen wurde. Die außergewöhnliche Himmelserscheinung hatte folgende Deutung:
 
"Groß Wasser, teure Zeit, Pest, Krieg und Feuersnot, Erzitterung der Erde und große Herren Tod, Verändert Regiment, dergleichen große Plagen, Auf deine Sünd, o Welt, Kometen dir anfangen".
 
Die schreckliche Zeit des Dreißigjährigen Krieges brach herein. Nach der Schlacht am Weißen Berge (1620) kamen viele bömische Flüchtlinge nach Brandenburg. Soldaten nahmen den Bürgern und Bauern ihre Pferde weg und verkauften sie dann für wenig Geld, so wurde ein reger Pferdehandel betrieben.
Über die Aufbringung der ersten Kriegsgelder lesen wir vom 3. Juli anno 1620 über Fürstenwalde 224 Thlr. und Lebus 54 Thlr.
 
Im Winter 1621 war Eis von 1/2 Meter stärke vorgekommen. Die Rede von "einem beschwerlichen teuren Zustand und ganz schwere Teuerung" war im Jahre 1622 zu lesen. Wer von den Waffen verschont blieb, den raffte die Krankheit dahin, als 1622 die Pest abermals ausbrach. Es starben besonders viele  Frauen und Kinder.
 
Einerseits wissen wir aus der Stadtchronik von Müncheberg über die Ereignisse im Dreißigjährigen Krieg (Müncheberg wurde 1624 und 1634 von kaiserlichen und schwedischen Truppen geplündert und 1641 bei der durch die Schweden bis auf 6 Häuser niederbebrannt).  Andererseits wissen wir aus der Stadtchronik von Fürstenwalde, dass Ende März 1631 der Schwedenkönig "Gustav Adolf" auf seinem Zug von Frankfurt nach Köpenick in Fürstenwalde im Gasthof "Zu den drei Kronen (in der Mühlenstrasse) Frühstücksrast hielt, dass der kaiserliche Feldmarschall Tilly im selben Jahr durch Fürstenwalde zog "um den Schwedenkönig zu widerstehen", dass am 15.September 1631 die Stadt von Kroaten verwüstet und geplündert wurde, dass im Oktober 1633 die Truppen Wallensteins Fürstenwalde in Brand steckten und es fast einäscherten, dann können wir mit Sicherheit annehmen das auch Beerfelde bei diesen Auseinandersetzungen im Herzen Europas während des Dreißigjährigen nicht verschont blieb.
Obwohl der Haupthandelsweg während dieser Zeit abseits von Beerfelde lag (von Müncheberg - Gölsdorf über Molkenberg nach  Fürstenwalde), war Beerfelde sicherlich kein begehrtes Plünderungsziel, weil hier das Mehrprodukt noch gering war.
 
In den Jahren 1633/34 waren in Beerfelde: 50 Bauernhufe (4 wüst) und 9 Kossätenhufe (3 wüst).
Die Kossäten rodeten in jener Zeit noch das Land. Sie waren feudalabhängige Kleinstbauern, ohne eigenes Land und mussten bis zu diesem Zeitpunkt noch außerhalb der Feldmark roden.
Am 25.Oktober 1648 wurde endlich Frieden geschlossen. Im Juli 1649 weilten schwedische Reiter in Beerfelde und benötigten Gras, Heu und Korn. Erst im Jahre 1650 (am 6.November)  wurde das grosse Dankfest im ganzen Land gefeiert.
 
Im Jahre 1654 lesen wir von: 50 Bauernhufe und 8 Kossätenhufe (2 wüst). in Beerfelde.
 
Hans Schulze aus Doolgelin kaufte am 25.Oktober 1666 in Beerfelde das "Frey-Haus" von Hans Grawert für 16 Thlr.
 
Während des Krieges und noch lange Zeit nach danach gab es in Brandenburg Wölfe. Sie rissen das Vieh und griffen auch Menschen an.
 
Die Mark Brandenburg ist ausgeblutet und eine öde Wüste geworden. Die Bauern werden von den Gutsherrn ausgepresst.
Aus vielen brandenburgischen Bauern werden Leibeigene. Es sind die Anfänge der Gutsherschaft.

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